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Klempner

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Klempner

Klempner oder auch Spengler sowie Blechner und Flaschner sind verschiedene Namen für ein und dasselbe Handwerk. Die Vielfalt an Bezeichnungen ist aus verschiedenen Dialekten oder dem Sprachgebrauch in unterschiedlichen Regionen entstanden. Die Bezeichnung Klempner wurde aus den alten Begrifflichkeiten Klemperer, Klamperer, Klampfer und Klampferer mit den Jahren abgeleitet. In Süddeutschland, Altbayern, Österreich und der Schweiz wird der Klempner noch heute als Spengler bezeichnet. Der Begriff Klempner wird größtenteils in Mitteldeutschland und Norddeutschland verwendet. Wer nun vermutet es ginge hier um verstopfte Rohre oder gar Toiletten, der irrt völlig. Der heutige Klempner hat damit rein gar nichts zu tun. Hierfür sind heute Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik zuständig, früher einmal war das aber ein und derselbe Beruf. Das Aufgabengebiet der Klempner, Spengler bzw. Blechner ist das Verarbeiten von Feinblechen aus verschiedenen Metallen wie Eisen, Aluminium, Kupfer, Zink oder Blei. Er fertigt daraus durch Biegen, Walzen, Löten oder Schweißen zum Beispiel Dachrinnen, Regenabflussrohre und Dachentwässerungsanlagen her. Moderne oder renovierte Häuser bekommen heute oftmals mit Blechen verkleidete Dachflächen, Fassaden oder Kamine aber auch Lüftungsanlagen. Hier kommt also der Klempner zum Einsatz. Mit viel handwerklichem Geschick passt er das Blech der jeweilig benötigten Form an und verkleidet so Dächer, Fassaden oder andere Bereiche meist im Außenbereich. Manche Blechner oder Klempnereibetriebe haben sich auf die Restauration von historischen Gebäuden, wie Kirchen, Burgen oder anderen erhaltenswerten Denkmälern spezialisiert. 

Klempner

Tätigkeiten als Klempner bzw. Spengler

Klempner, Spengler, Flaschner und Blechner haben sich heute meist auf einige Tätigkeiten spezialisiert. Eine davon ist sicher der Baubereich. Hier werden Fassaden, Balkone, Erker, Fensterbänke und Dachgauben sowie Kamine oder Teile bzw. komplette Dächer mit Leichtmetallen verkleidet. Dachrinnen, Fallrohre und andere Teile der Dachentwässerung gehören ebenfalls dazu. Die auf der Baustelle angebrachten Bauteile werden meist vom Spengler in der Werkstatt aus Blechtafeln oder verschiedenen Rund- und Kantmaterialien durch Biegen, Abkanten, Löten und Schweißen vorbereitet. Dazu werden teils große und schwere Fertigteile aus der Werkstatt zum Bau transportiert. Dies setzt auch eine gewisse Bereitschaft und das Wissen zur Logistik voraus. Der sichere Umgang mit nichtmechanischen Handwerkzeugen wie Hammer, Blechschere, einer Abkantbank sowie Schraubendreher und Schraubenschlüssel aber auch Löt- und Schweißgeräten ist dabei Grundvoraussetzung, genau wie das Arbeiten mit elektrischem oder pneumatischem Werkzeug wie z.B. Bohrmaschinen, Schleifmaschinen und der Flex. Da die fertigen Bauteile meist vom Architekt oder vom Auftraggeber per Zeichnung angefordert werden, ist das Lesen von Zeichnungen und das Umsetzen der gezeichneten Teile eine weitere wichtige Tätigkeit. Um manche Teile maßgerecht und teilweise wiederholt anzufertigen, werden Schablonen angefertigt und verwendet. Nicht selten vermischen sich die Tätigkeiten des Klempners oder Spenglers mit denen anderer Berufe wie zum Beispiel dem des Anlagenmechanikers für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik oder des Elektrikers. Beispielsweise beim Errichten von Solarkollektoren, dem Installieren von Blitzschutzanlagen oder bei der Herstellung und Montage von Wasserleitsysteme oder Wärmetauschern.

Ausbildung zum Klempner bzw. Spengler

Die Ausbildung zum Klempner bzw. Spengler dauert in der Regel 3,5 Jahre. Sie findet in einem Meisterbetrieb in der Praxis statt und der Besuch der Berufsschule ergänzt die Theorie. Die Ausbildung zum Klempner oder Spengler wird mit der Gesellenprüfung abgeschlossen. Der Betrieb vermittelt dabei Kenntnisse im Umgang mit verschiedenen Blechen und Metallen. Hartlöten, Weichlöten, Schweißen mit Schutzgas sowie Autogenschweißen. Das Lesen und Anfertigen technischer Zeichnungen sowie das Wissen um die fachbezogene Mathematik wird in der Berufsschule vermittelt und im Handwerksbetrieb, der Blechnerei, Spenglerei oder der Klempnerei, angewendet und vertieft. Übungswerkstätten auf Seiten der Berufsschulen ermöglichen besonderes Fachwissen zu erlernen. Messen, Bördeln, Kanten und Falzen gehören zu den wichtigsten Fähigkeiten dieses Handwerks. Aber die Ausbildung umfasst noch deutlich mehr: Es wird vermittelt wie man Decken- und Wanddurchbrüche, Wandschlitze in Mauerwerk und Beton schafft und wieder, teils unter Zuhilfenahme von anderen Materialien oder Bauteilen abdichtet und verschließt. Angehende Klempner oder Spengler lernen wie man Regenfallrohre, Dachrinnen und Rinnenträger sicher befestigt und wie Bauteile mit Mörtelmischungen eingesetzt und befestigt werden.

 

Löcher, Durchbrüche und Durchführungen werden wieder verschlossen. Aus Formteilen aus Kunststoff werden Anschlüsse in Dächer integriert. Abdeckungen von Mauern und Gesimsen werden angefertigt und verbaut. Rohre und Kanäle für lufttechnische Anlagen aus verschiedensten Materialien aus Metall oder auch Kunststoff werden installiert und dicht verbunden.

Solar und Thermosolaranlagen werden fachgerecht montiert und an das System angeschlossen. Dabei wird auf die Dichtheit der Anlage wie auch das abdichten der Bausubstanz gegenüber Kälte mit geeigneter Wärmeisolierung geachtet. Übrigens, immer mehr junge Frauen entscheiden sich für eine Ausbildung zum Klempner bzw. Spengler, einem sehr interessanten und abwechslungsreichen Beruf.

Nach dem Ablegen der Gesellenprüfung zum Klempner bzw. Spengler kann als Geselle in jedem Meisterbetrieb des Gewerks weitergearbeitet werden. Es steht der Weg frei, sich zum Klempnermeister bzw. Spenglermeister weiter ausbilden zu lassen. Als ausgebildeter Meister des Klempner- oder Spengler Handwerks steht der Weg frei einen eigenen Betrieb zu gründen. Eine weitere Möglichkeit ist ein Hochschulstudium. Dazu ist eine Hochschulberechtigung erforderlich. Ein Abschluss als Bachelor oder Master im Bereich des Bauingenieurwesens ist hier möglich.

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Synonyme

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