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Berlin, München

Bestattungsunternehmen

Ein Bestattungsunternehmen regelt und organisiert alle anfallenden Aufgaben im Todesfall. Bestattungsunternehmen bzw. die Mitarbeiter eines Bestattungsunternehmens begleiten die Hinterbliebenen in der ersten Zeit der Trauerbewältigung (Trauerhilfe) und beraten sie bezüglich der weiteren Möglichkeiten, der unterschiedlichen Bestattungsarten, Särge, Urnen sowie der zeremoniellen Gestaltung. Auf Wunsch kümmert sich das Bestattungsunternehmen um alle anfallenden bürokratischen Angelegenheiten und übernimmt die Planung bzw. Organisation der gesamten Trauerfeier, inklusive Redner, musikalischer Untermalung, Blumenschmuck und der späteren Bestattung und Zeremonie am Grab. Synonym für den Oberbegriff Bestattung werden oft Beisetzung, Beerdigung oder Begräbnis verwendet. Dabei handelt es sich bei den letzteren beiden Bezeichnungen, Beerdigung und Begräbnis, im engeren Sinne nur um die traditionelle Bestattung wobei der Verstorbene der Erde übergeben wird. Bestattungsunternehmen kümmern sich außerdem um die Überführung des Verstorbenen im In- und Ausland. Die Reinigung und anschließende Aufbahrung des Verstorbenen gehören ebenfalls zum Aufgabengebiet eines Bestattungsunternehmens.

Bestattungsarten

Grundsätzlich werden zwei Bestattungsarten unterschieden: Die Erdbestattung und die Feuerbestattung. Die Erdbestattung ist wohl die älteste und traditionellste Bestattungsform in unserer Kultur. Hierbei wird der Leichnam in einem Sarg in die Erde gelassen. Ein Kreuz oder eine Namenstafel schmücken im ersten Jahr das Grab. Ab dem zweiten Jahr kann ein Grabstein das Kreuz ersetzen. Die Feuerbestattung wird heute immer häufiger gewählt und ist mittlerweile wohl die beliebteste Art der Bestattung. Der Verstorbene wird hierbei, mitsamt einem meist einfachen Sarg, im Krematorium eingeäschert. Die Trauerfeier kann hierbei dennoch auf Wunsch am Sarg stattfinden, die Einäscherung findet dann später statt. Alternativ kommt es zu einer Urnentrauerfeier, der Verstorbene wurde dann schon zuvor eingeäschert.

Des Weiteren unterscheidet man zwischen Wahl- und Reihengräbern. Wie der Name schon sagt, kann das Wahlgrab frei ausgewählt werden wohingegen das Reihengrad wahllos zugeordnet wird. Wahlgräber sind meist größer und können auch als Familiengrab genutzt werden, eine freie und individuelle Grabgestaltung und -bepflanzung ist beim Wahlgrab möglich. Reihengräber hingegen sind durchaus kostengünstiger, meist kleiner und daher auch pflegeleichter.

Alternative Bestattungsformen

Je nach Bestattungsunternehmen werden alternative Bestattungsformen angeboten, hierzu gehören: Die anonyme Bestattung, die Bestattung im Fried- oder Ruhewald, die Seebestattung, Naturbestattung und die Diamantisierung.

Die Bestattung in einem Fried- und Ruhewald wird oftmals von sehr naturliebenden Menschen gewählt die den Gedanken schön finden, nahe an den Wurzeln eines Baumes begraben zu werden. Die Asche wird hierbei vom Bestattungsunternehmen am ausgesuchten Platz bzw. Baum in der Urne beigesetzt. Eine Schildertafel kann zusätzlich am Baum angebracht werden.

Eine Seebestattung ist bei uns in Deutschland nur an der Nord- und Ostsee möglich und wird nur von ausgewählten Bestattungsunternehmen angeboten.

Zu den eher seltenen Bestattungsformen die auch nur von ausgewählten Bestattungsunternehmen bzw. Bestattungsinstituten durchgeführt werden zählen die Naturbestattung und die Diamantisierung bei der Teile der Asche des Verstorbenen zu einem Juwel veredelt und als Erinnerungs- bzw. Schmuckstück getragen werden können. Weitere Bestattungsalternativen sind zum Beispiel das Verstreuen der Asche auf einem Berg, in einen Wasserfall oder aus dem Flugzeug heraus.

Ausbildung zur Bestattungsfachkraft

Die Ausbildung zur Bestattungsfachkraft dauert in der Regel drei Jahre und verlangt viel Einfühlungsvermögen und ein gepflegtes Erscheinungsbild. Die Königsdisziplin der Ausbildung ist die einfühlsame Trauerbegleitung und Beratung der Hinterbliebenen. Allgemeine Tätigkeiten wie das Schreiben von Rechnungen, die Kommunikation mit Floristen und anderen Dienstleistern, das Reinigen und Aufbahren des Verstorbenen sowie das Herrichten der Trauerhalle werden schon früher vermittelt. Nach erfolgreichem Abschluss der Gesellenprüfung liegt es nahe die Prüfung zum Bestattermeister abzulegen.

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