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Schneiderei

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Schneiderei

Der Beruf des Schneiders hat lange Tradition und geht bis in das 12. Jahrhundert zurück. Zu Beginn wurde figurbetonte Kleidung noch in Klöstern und von Familien selbst hergestellt, nach und nach zur Mitte des 12. Jahrhunderts etablierte sich das Schneiderhandwerk. Heute ist die Bezeichnung Schneider lediglich ein Oberbegriff für verschiedene Fachrichtungen des Schneiderhandwerks. Man unterscheidet zwischen Maßschneider, in den Spezialisierungen Damenmaßschneider und Herrenmaßschneider, Änderungsschneider, Modeschneider bzw. Modedesigner, Weißnäher oder Wäscheschneider und Schneidern die Tätig sind in der Theater- oder Uniformschneiderei. Das Handwerkszeug des Schneiders ist die Nähmaschine, Nadel, Faden und Schere. Was früher ein oft gefragter und traditioneller Handwerksberuf war, ist heute mehr und mehr überholt. Die meisten Privatpersonen wählen ihre Kleidung von der Stange, in Warenhäusern mit einem nahezu unüberschaubaren Angebot an Textilien. Vollständig maßgeschneiderte Kleidung gibt es heute im Privatbereich nur noch selten. Oft kommen Änderungsschneider jedoch auch heute noch zum Einsatz, wenn es um die Anpassung von Brautkleidern und Anzügen geht. Modeschneider entwerfen oft textile Prototypen für die Serienfertigung und den anschließenden Verkauf in Warenhäusern.

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Tätigkeiten des Schneiders

Die Tätigkeiten des Schneiders sind je nach Fachrichtung und Spezialisierung unterschiedlich. Grundsätzlich arbeitet der Schneider in der Textilverarbeitung, erstellt neue, oder flickt, verarbeitet oder verschönert bereits bestehende Kleidung und andere Textilien. Oft werden im Schneiderhandwerk auch einfache Lederarbeiten angeboten. Der Schneider arbeitet, wie auch schon im Mittelalter, mit Nadel, Faden und Schere. Hinzu kam zu Beginn des 19. Jahrhunderts die Nähmaschine die heute in keinem der Schneiderspezialisierungen mehr wegzudenken ist.

Durch die Produktion von Bekleidung in Billiglohnländern, ist die reine Herstellung von Kleidung und der Bedarf an Schneidern in Deutschland immer weiter zurückgegangen. Auch die Spezialisierung in die Bereiche Damenschneider und Herrenschneider ist lange nicht mehr so strikt getrennt wie noch vor hundert Jahren. Geblieben sind jedoch noch immer kreative Fachrichtungen wie beispielsweise der Modeschneider. Ein Modeschneider entwirft und designed neue Kleidung und stellt hierzu einen Prototyp bereit. Später gehen die Entwürfe des Modedesigners oft in die Serienfertigung. Maßschneider mit eigenem Atelier sind seltener geworden. Maßschneider nehmen Maß am Kunden und stellen individuell auf die Kundenbedürfnisse ausgerichtete Kleidung her. Für viele Menschen die keine standardisierte Körpergröße haben, besonders klein, groß oder von großem Umfang sind, findet der Maßschneider eine Lösung. Auch maßgeschneiderte Anzüge, Brautkleider oder Kostüme sind noch oft nachgefragt. Ein noch immer weit verbreiteter Beruf ist der Änderungsschneider, ursprünglich als Flickschneider bezeichnet. Änderungsschneider stellen keine neue Kleidung her, sie reparieren, flicken, verlängern, kürzen, weiten, verkleinern und ändern bestehende Textilien nach Kundenwunsch.

Ausbildung zum Schneider

Die duale Ausbildung zum Textil- und Modeschneider dauert in der Regel drei Jahre und findet parallele in der Berufsschule, wie auch in einem geeigneten Handwerks- oder Produktionsbetrieb statt. Man unterscheidet die drei Schwerpunkte Arbeitsvorbereitung und Qualitätsprüfung, Schnitttechnik sowie Prototypen und Serienfertigung.

Die duale Ausbildung zum Änderungsschneider findet ebenfalls parallele in einem Ausbildungsbetrieb und der Berufsschule statt. Die Ausbildung dauert im Gegensatz zur Ausbildung zum Modeschneider lediglich zwei Jahre.

Nach erfolgreichem Abschluss der Gesellenprüfung besteht für Änderungsschneider die Möglichkeit die Ausbildung fortzusetzen und den Abschluss als Textil- und Modeschneider zu machen. Es besteht außerdem die Möglichkeit den Abschluss als Maßschneidermeister oder Techniker im Bereich Bekleidungstechnik anzustreben. Ein Studium der Textil- und Bekleidungstechnik ist mit Hochschulzugangsberechtigung ebenfalls denkbar.

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