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Schuhmacher

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Schuh & Leder Reparatur

Das Schuhmacher Handwerk gehört zu den ältesten Handwerksberufen die uns bekannt sind und reicht bis in das alte Ägypten zurück, wo Schuhmacher Sandalen aus geflochtenem Stroh, Leder und mit Hilfe von Palmenblätter, Rohr und Schilf herstellten. Im antiken Griechenland fand das Schuhmacher Handwerk dann seine erste Blütezeit und wurde als vollwertiger Handwerksberuf anerkannt. Synonym zum Begriff Schuhmacher wird auch heute noch oft die Bezeichnung Schuster verwendet. Lederarbeiter, Lederschneider, Ledernäher (lat. sutor) sind weitere Bezeichnungen des Schuhmachers. Ende des 19. Jahrhunderts ging der Bedarf an Schuhmachern mit der Einführung der maschinellen Schuhproduktion rapide zurück. Heute werden Schuhe größtenteils in Serienfertigung produziert und die mühsame Herstellung in Handarbeit, die etwa 30 – 40 Stunden je Schuh dauerte, wurde fast vollständig abgelöst. Schuhmacher werden heute meist für Sonderanfertigungen, beispielsweise für Schuhe in Übergröße oder einer besonderen Breite zu Rate gezogen. Auch für die Reparatur, Politur und Pflege von meist hochwertigem Schuhwerk sind Schuhmacher zuständig. Der Orthopädieschuhmacher bzw. Orthopädieschuhtechniker ist ein medizinisch ausgebildeter Schuhmacher der spezielle Schuhe, Schuhzurichtungen und Orthesen anfertigt. Der Orthopädieschuhtechniker ist in Deutschland ein eigenständiger Ausbildungsberuf.

Schuh & Leder Reparatur

Tätigkeiten als Schuhmacher

Schuhmacher bzw. Schuster sind für die Herstellung, Reparatur und den Verkauf von Schuhen und Schuhanfertigungen auf Maß zuständig. Der Orthopädieschuhmacher oder Orthopädieschuhtechniker stellt dabei spezielle orthopädische Maßschuhe und orthopädieschuhtechnische Hilfsmittel wie Orthesen oder Schuheinlagen her und passt diese auf die Bedürfnisse des Kunden an. Auch Schuhreparaturen, das Vornehmen von Änderungen an bestehenden Schuhen sowie die Schuhpflege, das Entfernen von Flecken, Umfärben und Polieren gehören zu den Tätigkeiten eines Schuhmachers. Maßschuhmacher werden zudem im Theater oder Ballett tätig und fertigen hier individuelles Schuhwerk nach Kundenwunsch.

Ausbildung zum Schuhmacher

Die duale Ausbildung zum Schuhmacher dauert in der Regel drei Jahre und schließt mit dem Bestehen der Gesellenprüfung ab. Die Ausbildung zum Orthopädieschuhmacher bzw. Orthopädieschuhtechniker dauert hingegen regulär 3,5 Jahre. Eine Verkürzung auf 2,5 Jahre ist durch die Fachhochschulreife möglich. Ausbildungsinhalte sind unter anderem das Auswählen, Zuschneiden und Verarbeiten von Schuhmaterialien zum fertigen Schuh, das Verkleben, Nageln und Nähen des Schuhbodens, das Anbringen von Absätzen, das Reparieren von beschädigten Schuhsolen sowie die korrekte Reinigung und das Auffrischen und Erneuern von alten Schuhen. Auch wird den angehenden Schuhmachern in ihrer Ausbildung beigebracht, wie man Beratungsgespräche führt, Fehlbildungen der Füße und Beine beurteilt und diese dann in der späteren Schuhherstellung berücksichtigt.

Nach erfolgreichem Bestehen der Gesellenprüfung hat ein Schuhmacher mehrere Optionen der Weiterbildung. Eine Möglichkeit ist die weitere Ausbildung zum Schuhmachermeister oder Industriemeister der Schuhfertigung. Außerdem gibt es die Möglichkeit die Technikerschule zu besuchen und sich in der Fachrichtung Schuhtechnik ausbilden zu lassen. Ein Studium zum Bachelor der Textil- und Bekleidungstechnik ist mit einer Hochschulzugangsberechtigung ebenfalls möglich.

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