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8. März – Internationaler Frauentag – Unsere Handwerkerinnen

Neuigkeiten - Über uns

08. März 2020

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Heute am 8. März 2020 ist Internationaler Frauentag, Weltfrauentag, Frauenkampftag, internationaler Frauenkampftag oder eben kurz Frauentag. Egal für welchen Namen Sie sich entscheiden, der Hintergrund bleibt immer derselbe: Gleichberechtigung und die Antidiskriminierung von Frauen! Der Weltfrauentag entstand in der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg im Kampf um die Gleichberechtigung, das Frauenwahlrecht und die Emanzipation von Arbeitnehmerinnen und wurde erstmals am 19. März 1911 gefeiert. In den folgenden Jahrzehnten rückte das Datum des 08. März als Internationaler Frauentag in den Fokus. Seither ist der Internationale Frauentag jährlich Anlass für Frauen weltweit ihre Frauenrechte und eine echte Gleichstellung in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft einzufordern.

Angekommen im Jahr 2020 gehen immer mehr Frauen ihren selbstbestimmten Weg und setzen sich in männerdominierten Berufen durch. Hierzu zählt auch das Handwerk. Wirsindhandwerk ist stolz, dass auf unserer Plattform viele tolle Handwerkerinnen aus den verschiedensten Gewerken vertreten sind. Im Rahmen des Internationalen Frauentags wollen wir Ihnen heute drei Handwerkerinnen unserer Plattform vorstellen, damit Sie einen Einblick in ihren Berufsalltag, ihre persönliche Geschichte und ihre Erfahrungen als Frauen im Handwerk bekommen.

Ariane Schmitz – Die Maler- und Lackierermeisterin und Juniorchefin bei Schmitz Malerbetrieb

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  1. Warum hast du Dich für Deinen Beruf entschieden? Mein Opa hatte seit ich denken kann einen eigenen Malerbetrieb, in dem mein Vater und mein Onkel ebenfalls den Malerberuf erlernt haben. Ich bin schon in jungen Jahren mit meinem Vater und meinem Opa auf die Baustellen gegangen zum Kontrollieren, Messen usw. Als Hobby hat mein Opa immer noch sehr kreative Sachen gebastelt, Sterbekreuze bemalt und unter anderem für meine Oma Puppenhäuser gebaut und bemalt. Diese feinen Arbeiten haben mich damals schon beeindruckt und ich wollte dies auch können. Mit 15 habe ich mich dann fest entschlossen den Beruf zu erlernen und mit 18 bin ich dann direkt auf die Meisterschule.
  2. Was gefällt Dir am besten an Deinem Beruf? Am besten gefällt mir daran, dass man mit kleinen Handgriffen eine Riesenwirkung erzeugen kann. Abends zu sehen was man gemacht hat, ist auch eine sehr gute Eigenschaft des Handwerks. Freie Hand – Den Weg, wie man zum Ziel kommt, kann ein Handwerker frei wählen. Nur das Ergebnis muss stimmen.
  3. Bist du in Deiner bisherigen Laufbahn oft auf Grund Deines Geschlechts angeeckt? Im Gegenteil, da ich schon immer sehr zielstrebig war und auch von Anfang an wusste, was ich wollte bzw. konnte, kann ich die Männer ganz gut beeindrucken mit meiner Leistung.
  4. Was müsste Deiner Meinung nach passieren, damit das Handwerk attraktiver für mehr Frauen wird? In den weiterführenden Schulen müsste schon positiver über das Handwerk berichtet werden. Als Grundvoraussetzung für ein Studium sollte meiner Meinung nach eine Ausbildung Pflicht sein. – In die Richtung des ausgewählten Studienganges, nur als Handwerksberuf. Vielleicht bleiben dann eher Frauen im Handwerk, wenn sie sehen wie kreativ und abwechslungsreich das Handwerk ist. – Weiterbildung ist ja ebenfalls möglich.

Anja Reith- Selbständige Fotografin – Business Photographie

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  1. Warum hast du Dich für Deinen Beruf entschieden? Als Fotografin kann ich vielseitig, kreativ und mit Menschen zusammenarbeiten, das macht mir Freude.
  2. Was gefällt Dir am besten an Deinem Beruf? Mein Gegenüber zum Strahlen und zur Wirkung zu bringen.
  3. Bist du in Deiner bisherigen Laufbahn oft auf Grund Deines Geschlechts angeeckt? Angeeckt nicht, aber ich merke gelegentlich, dass es erstaunte Blicke gibt, wenn ich bei den technischen Fragen zur Bild- und Druckoptimierung mitdiskutiere. Außerdem habe ich immer wieder den Eindruck, dass Fotografen in ihrer Arbeit ernster genommen werden als Fotografinnen.
  4. Was müsste Deiner Meinung nach passieren, damit das Handwerk attraktiver für mehr Frauen wird? Man müsste mehr über positive Beispiele von Frauen im Handwerk berichten, um nach und nach den Aufmerksamkeitsfokus zu verschieben und parallel dazu die Rahmenbedingungen im jeweiligen Handwerk auch durch den Input von Frauen weiterzuentwickeln.

Jana Rosenthal – Installateur- und Heizungsbauermeistern bei Rosenthal Bäder & Wärme GbR

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  1. Warum hast du Dich für Deinen Beruf entschieden? Ich habe meine erste Ausbildung in einer anderen Branche im kaufmännischen Bereich absolviert. Dies hat mir viel Spaß gemacht, aber es war auf Dauer nicht sehr abwechslungsreich. Deshalb habe ich für mich entschieden, dass ich so mein Arbeitsleben nicht gestalten möchte. Ich bin durch meine Eltern „vorbelastet“. Sie haben mein Unternehmen gegründet, somit habe ich das Leben eines Badgestalters und Bäderbauers immer erleben dürfen. Nachdem ich mich entschlossen hatte in dem Unternehmen später einzusteigen, habe ich in Hamburg eine zweite Ausbildung zur Gas- und Wasserinstallateuerin absolviert und später dann die Meisterschule.
  2. Was gefällt Dir am besten an Deinem Beruf? Er ist kreativ, abwechslungsreich und sehr kundenorientiert.
  3. Bist du in Deiner bisherigen Laufbahn oft auf Grund Deines Geschlechts angeeckt? Angeeckt?-Nein. In der Zeit, in der ich selbst auf der Baustelle tätig war, wurde ich natürlich häufig angesprochen, aber hier gab es nur positives Feedback..
  4. Was müsste Deiner Meinung nach passieren, damit das Handwerk attraktiver für mehr Frauen wird? Es müsste „kreativere“ Arbeitsmodelle geben. Das Image vom dreckigen, schmutzigen „Schrauber-Job“ existiert leider immer noch in vielen Köpfen, dabei handelt es sich um hochqualifizierte Spezialistenberufe…

Neben Ariane, Anja und Jana sind natürlich noch viele weitere tolle Handwerkerinnen bei wirsindhandwerk vertreten! Wir wünschen allen Frauen einen wundervollen Weltfrauentag – ohne euch wäre das Handwerk nicht das selbe!

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