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Employer Branding im Handwerk: Wie Sie mit Ihrer Marke Fachkräfte überzeugen

Tipps & Trends

27. April 2018

Daimler, Bosch und SAP zählen schon seit Jahren zu den Top 10 der beliebtesten Arbeitgeber in Deutschland – aber warum? Mit diesen Tipps punktet auch Ihr Handwerksbetrieb bei Fachkräften.

Handwerk in der Bewertung: Nachwuchsprobleme nehmen zu

Als Präsident des deutschen Handwerksverbandes sieht Hans Peter Wollseifer das Handwerk in den kommenden Jahren vor große Herausforderungen gestellt und macht in seiner Bewertung des Handwerks deutlich: „200.000 Handwerksbetriebe suchen in den nächsten zehn Jahren Nachfolger zur Betriebsübergabe.“ Gleichzeitig blieben aber auch viele Ausbildungsstellen im Handwerk jedes Jahr unbesetzt. Umso wichtiger ist es, sich mit dem eigenen Handwerksbetrieb in den Fokus des immer kleiner werdenden Pools an qualifizierten Nachwuchskräften zu rücken. Eine starke Marke hilft Ihnen dabei, sich als Arbeitgeber erfolgreich am Arbeitsmarkt zu positionieren. Dabei machen es große Arbeitgebermarken, wie Bosch, SAP oder Daimler, vor: Hier stehen Tradition, Teamarbeit, individuelle Karrierechancen und soziale Unternehmensleistungen nicht nur ganz vorne, sondern bilden sogar den Kern der Markenbotschaft. Nehmen Sie sich daher die Zeit, die Vorteile Ihres Handwerks zu bewerten und Ihre Marke daran auszurichten. Folgende Fragen helfen Ihnen dabei:

Welche Werte zeichnen Ihr Handwerk aus?

Wie werden diese Werte in Ihrem Handwerksbetrieb umgesetzt/gelebt?

Welche konkreten Vorteile bietet Ihr Betrieb seinen Mitarbeitern?

Was unterscheidet Sie als Arbeitgeber von der Konkurrenz (gibt es Alleinstellungsmerkmale)?

Welchen Ruf/welches Image genießt Ihr Handwerksbetrieb?

Gibt es Zertifikate, die Sie als Arbeitgeber auszeichnen?

Fachkräftemangel im Handwerk

 

Kommunikation: Wie Sie als Arbeitgeber erfolgreich kommunizieren

Aus den Antworten auf die genannten Fragen ergibt sich schon ein klares Bild dessen, was Sie als Arbeitgeber auszeichnet. Nehmen Sie dies als Ansatz, um Ihr Handwerk zu bewerten und passend zu Ihren individuellen Betriebszielen weiterzuentwickeln. Überlegen Sie in dieser Hinsicht vor allem, wie Sie als Arbeitgeber Ihren Mitarbeitern entgegenkommen können. Dabei geben Ihnen diese fünf Führungsprinzipien wertvolle Orientierung:

1. Mitarbeiterpartizipation

Wo Menschen sich als Teil von etwas Größerem sehen, da steigt auch deren Motivation und Engagement. Hören Sie daher Ihren Mitarbeitern zu und nehmen Sie deren Bedürfnisse ernst. Holen Sie sich deren Meinung in Form von regelmäßigen Bewertungen der handwerklichen und betrieblichen Leistungen ein.

2. Perspektiven bieten

Routine wirkt ermüdend. Motivieren Sie daher Ihre Mitarbeiter durch regelmäßige Fortbildungs- und Schulungsangebote und gehen Sie auch auf individuelle Weiterbildungswünsche ein. Davon kann Ihr Betrieb in Zukunft nur profitieren.

3. Transparente Kommunikation

Wertschätzung und Vertrauen können nur in einem Betriebsklima wachsen, in welchem offen miteinander kommuniziert wird und Leistungen im Handwerk bewertet und honoriert werden. Damit jeder stets auf dem aktuellen Wissenstand ist, was den Betrieb, Aufträge und Herausforderungen anbelangt, ist eine offene und regelmäßige Kommunikation unerlässlich. So fühlen sich Ihre Mitarbeiter persönlich eingebunden und können sich auch individuell einbringen.

4. Freiräume gewähren

Mit klaren Verantwortungs- und Kompetenzbereichen legen Sie die Basis für ein hohes Maß an eigenverantwortlichem und selbstständigen Arbeiten. Das entlastet Sie bei der Geschäftsführung und lässt junge Führungskräften Raum zur Entfaltung. Wichtig ist dabei jedoch: Alle Entscheidungen müssen anhand einer verbindlichen Leitlinie getroffen werden.

Fazit

Führen Sie regelmäßig interne Bewertungen von handwerklichen Leistungen und Teamleistungen durch und entwickeln Sie auf dieser Basis eine Markenbotschaft, die sowohl sprachlich als auch inhaltlich auf unterschiedlichen Medienkanälen funktioniert. Kommunizieren Sie diese Vorteile, die Ihr Betrieb Fachkräften und Auszubildenden bietet, auch klar nach außen. Dabei helfen Ihnen zum Beispiel Image-Videos, Team-Bilder, Bilder vom Arbeitsplatz, Erfahrungsberichte Ihrer Mitarbeiter und Hinweise zu besonderen Arbeitgeberleistungen in Ihrem Betrieb.

 

Autor & Text: Texterstellung Fehrenbacher, Konstanz

 

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