Energie sparen: 3 Fakten, die Sie über das perfekte Raumklima wissen sollten

Wärme ist ein wichtiger Faktor, der sich wesentlich auf unser Wohlbefinden auswirkt. Das individuelle Wärmeempfinden ist dabei durchaus von Mensch zu Mensch verschieden. Besonders zwischen Männern und Frauen gibt es oft unterschiedliche Wahrnehmungen. Die Gründe sind nicht subjektiv, sondern haben vor allem physiologische Gründe. Der Stoffwechsel, unser Blutdruck und das Gewicht spielen eine Rolle. Jeder Mensch hat Kälte- und Wärmerezeptoren, die für den Wärmeausgleich sorgen. Hier sind die Menge und die Dichte der Rezeptoren bei jedem Menschen unterschiedlich. Deswegen ist es schwierig, einfach eine bestimmte Raumtemperatur anzugeben, bei der sich alle Menschen gleich behaglich fühlen. Auf das individuelle Wärmeempfinden können Sie keinen Einfluss nehmen. Es gibt allerdings äußere Faktoren, die die thermische Behaglichkeit bestärken und die Sie praktisch beeinflussen können:

– die Lufttemperatur
– die Oberflächentemperatur der Umschließungsflächen (Wände, Decken, Fußböden, Fenster) und der Einrichtung
– die Stärke der Luftbewegung (Strömungsgeschwindigkeit)
– die Höhe der Luftfeuchtigkeit
– die Qualität der Umgebungsluft (Luftzusammensetzung, Luftqualität, Kohlendioxid, Wasserdampfgehalt, Staub…)

Diese Faktoren treten immer gleichzeitig auf, deswegen kann man eine behagliche Atmosphäre nicht nur an einen dieser Punkte, wie Lufttemperatur, festmachen. Die Bedingungen beeinflussen das Raumklima gegenseitig.

Energie sparen - Raumtemperatur
Das Zusammenspiel von Lufttemperatur und der Oberflächentemperatur

Experten sagen: Beträgt der Temperaturunterschied zwischen der Luft im Raum und den Oberflächen mehr als drei Grad Celsius, empfinden viele Menschen vor dieser Fläche eine unangenehme Kältestrahlung. Durch die Temperaturunterschiede bilden sich Kaltluftschichten und es entsteht eine Luftbewegung – es zieht. Die Raumlufttemperatur wird dadurch als kühler empfunden. Um dies auszugleichen wird mehr geheizt. Ein Tipp zur wirksamen Steigerung der Behaglichkeit und zum Einsparen von Energie ist die Verbesserung der Wärmedämmung der Oberflächen. Auch durch die richtige Auswahl und Anbringung der Heizkörper sowie durch entsprechende Festlegung der Heizwassertemperaturen können bessere Ergebnisse erzielt werden. Beratende Handwerker aus dem Fachbetrieb für Heizungen bieten hier wirtschaftliche Lösungen für höchsten Komfort. Holen Sie sich bei einer Sanierung Rat von einem Experten.

Den richtigen Fachbetrieb für Ihre Arbeiten finden Sie über unsere Handwerkersuche.

Die Luftfeuchtigkeit – Schimmelpilz und Eisblume

Der Anteil des Wasserdampfes am Gasgemisch der Luft wird als Luftfeuchtigkeit oder Luftfeuchte bezeichnet. Flüssiges Wasser wie Regentropfen oder Eis werden der Luftfeuchtigkeit nicht zugerechnet. Die Luft kann nicht unbegrenzt Wasserdampf aufnehmen. Wenn zu viel Wasserdampf in der Luft ist, bilden sich kleine Tröpfchen. Erst wenn Wasserdampf kondensiert, zeigt sich, dass er vorhanden war. Bei viel kondensiertem Wasserdampf muss man besonders auf Schimmelpilz-Bildung achten. Wasserdampf entsteht bei verschiedenen Vorgängen. Beim Duschen oder Baden, in der Küche, beim Wäschetrocknen sowie bei Pflanzen wird Wasser in Form von Dampf freigesetzt. Ein großer Feuchtigkeitsproduzent ist außerdem der Mensch selbst. Bei leichter Aktivität gibt er rund einen Liter Feuchtigkeit pro Tag an die Raumluft ab. Den größten Teil davon über die Atmung.

So können Sie beim Heizen Energie und Kosten sparen

Eine einfaches Rezept für eine gute Luftfeuchte im Raum ist richtig lüften und richtig heizen. Experten raten hier zum mehrmaligen Lüften täglich. Die Raumluft sollte komplett einmal ausgetauscht werden. Dazu das Fenster komplett etwa 3-5 Minuten geöffnet halten. Den Fensterflügel ganz öffnen und nicht nur kippen. Den Heizkörperthermostat während der Lüftung zudrehen, danach wieder aufdrehen. Sehr wirksam ist eine Querlüftung. Achten Sie allerdings darauf, dass die Luft nicht vom Badezimmer oder der Küche ins Schlafzimmer zieht. Warme Luft nimmt mehr Feuchtigkeit auf. Deswegen auch im Schlafzimmer anheizen bevor Sie Stoßlüften. Lüften Sie auch, wenn es draußen regnet. Heizen Sie zeitgenau auf die gewünschte Temperatur und senken Sie die Raumtemperatur, wenn Sie nicht im Raum sind. Durch das Absenken von einem Grad der Raumtemperatur können Sie etwa sechs Prozent Energie sparen.

Lassen Sie sich von empfohlenem Fachbetrieb über die effizienteste Haustechnik beraten. Der zertifizierte Handwerker kann Ihnen Lösungen auf neuestem Stand der Technik präsentieren. Dabei muss es nicht immer gleich ein Heizungstausch sein. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie empfiehlt: „Heizungswasser sucht sich immer den Weg des geringsten Widerstandes. Das bedeutet: Wird die Heizung überall aufgedreht, wird der Raum in Nähe des Kessels schnell zu warm, während ein anderer noch nach Stunden zu kalt ist. Das ist nicht nur ungemütlich, sondern verschleudert auch unnötig Energie. Lassen Sie einen hydraulischen Abgleich vornehmen.“

Wie kann man Energie sparen - Hydraulischer Abgleich

Das Prinzip: Ein Handwerker stellt Ihr Heizsystem auf die Bedingungen im Haus optimal ein. Er erforscht die richtige Wärme für die einzelnen Räume. Rahmenbedingungen wie Position und Art der Heizkörper und die Gebäudeeigenschaften werden ebenfalls bedacht. Dann berechnet der Handwerker die notwendige Heizwassermenge und die richtige Pumpenleistung. Anschließend werden die Thermostatventile eingestellt. Das Ergebnis: Die Heizkosten lassen sich um circa 10 Prozent verringern und der Wohnkomfort steigt.

Autor: Katrin Hemminger, Content Marketing Redaktion alpha