Handwerker finden Zukunftslösungen: 3 Faktoren für den Erfolg von morgen

Als Leitmesse des Handwerks macht die Internationale Handwerksmesse München (IHM) jedes Jahr im März auf aktuelle Herausforderungen im Wirtschaftszweig aufmerksam. In diesem Jahr stand die IHM 2018 ganz unter dem Motto „Handwerk: Die nächste Generation. Wir zeigen, was kommt.“ Mehr als 1.000 Aussteller aus über 60 unterschiedlichen Gewerken zeigten, wie sie aktiv die Zukunft des Handwerks mitgestalten und individuelle Antworten auf die Zukunftsfragen im Handwerk finden. Dabei rückten drei Erfolgsfaktoren in den Fokus:

Handwerker finden: Kundenwünsche werden handlungsbestimmend

Der moderne Kunde ist vernetzt. Er erledigt viele Dinge tagtäglich online. Dabei ist er vielfach mobil und spontan: Ob per Tablet einen bestimmten Handwerker finden oder direkt mit dem Handwerksbetrieb per Smartphone auf unterschiedlichen Kanälen kommunizieren, Kunden von heute erwarten vom Handwerk immer mehr digitale Kundenservices. Dabei reichen diese von der Auffindbarkeit im Internet und der Terminvereinbarung per Telefon, E-Mail oder Online-Terminplaner über die Benachrichtigung, dass der Handwerker auf dem Weg ist, bis hin zu digitalen Einblicken in die Produkt- und Baustellenplanung. Überdies möchte der moderne Kunde gerade bei bisher unbekannten Handwerksbetrieben wissen: Wo ist der Handwerker zu finden? Wer arbeitet dort? Wie entstehen Produkte? Und wie wird der Handwerker auf Handwerkerportalen bewertet?

Digitalisierung: Handwerk findet Lösungen
Digitalisierung: Handwerker finden Zukunftslösungen (Quelle: iStock-ID:672355076)

Individualisierung von Produkten und Leistungen

Die Digitalisierung ermöglicht es, den Kunden von heute in die Planung von morgen konkret einzubeziehen. Das heißt, mittels 3D-Druck, Planungstools, Projektmanagementsystemen oder Building Information Modeling (BIM) erhält der Kunde direkten Einblick in den Ist-Stand seines Projekts oder kann hier auch Aufträge selbst generieren. Dabei ist das Handwerk findig und kreativ, wenn zum Beispiel ein Bäcker Backwaren individuell nach Kundenwunsch fertigt und diese dann auch rund um den Globus verschickt. Produktindividualisierung und die digitale Teilnahme an Bauprojekten, das sind Erwartungen der Kunden von Morgen, ist sich auch Hans Peter Wollseifer, Präsident des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH) sicher.

Handwerker finden neue Formen der Unternehmensführung

„In den nächsten fünf bis sechs Jahren sind es 200.000 Unternehmen, die zur Übergabe anstehen“, erklärt Holger Schwannecke, Generalsekretär des ZDH, und macht damit auf eine weitere Herausforderung aufmerksam, auf die das deutsche Handwerk Antworten in Zukunft finden muss. Besonders in ländlichen Regionen schrumpfe die Bevölkerung, sodass sich gerade dort immer weniger geeignete Nachwuchskräfte für die alteingesessenen Handwerker finden. Dabei läge der Altersdurchschnitt der Betriebsinhaber bei den Installateuren und Heizungsbauern bei 50 Jahren und bei den Metallbauern sogar schon bei 53 Jahren. Zeit, zu reagieren. Dabei sieht Wollseifer vor allem im Ausbau der Glasfasernetze eine grundlegende Voraussetzung für den erfolgreichen Fortbestand des regionalen Handwerks. Denn um die Kundenwünsche der Zukunft erfüllen zu können und auch den Mitarbeitern eine aktive Teilhabe am Betrieb zu ermöglichen, sind digitale Strukturen unerlässlich. Zudem würden Teamwork und Eigeninitiative überlieferte Hierarchien nach und nach einebnen, sodass sich auch auf der Ebene der Arbeitsorganisation und Arbeitsprozesse neue Lösungen für das Handwerk finden werden.

Fazit

Als Spiegel aktueller Trends im Handwerk hat die IHM auch in diesem Jahr wieder ein Thema aufgegriffen, auf das Antworten zu finden, das Handwerk vor große Herausforderungen stellt. Tief mit den Lösungswegen verbunden ist die Digitalisierung. Denn nur durch die tiefgreifende digitale Vernetzung lassen sich die drei wichtigsten Faktoren für den Erfolg von Morgen effizient verwirklichen: Mehr Kundenorientierung, individualisierte Leistungen sowie die persönliche Verwirklichung der Mitarbeiter am Arbeitsplatz. Werden hier mit dem Breitbandausbau die Weichen richtig gestellt, dann ist sich auch der ZDH sicher: das deutsche Handwerk findet seinen Weg auch im ländlichen Raum erfolgreich in die Zukunft!

 

Idee und Text: Texterstellung Fehrenbacher Konstanz

 

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