Handwerkerempfehlung: Wer modular baut, investiert in die Zukunft

Die Urbanisation schreitet voran, der Raum in Städten wird immer kostbarer und Gebäude müssen ganz neuen Anforderungen gerecht werden. Wurde dabei früher noch auf höchste Funktionalität gesetzt, so lautet die Empfehlung vom Handwerk heute: Investieren Sie in Ihre eigene Flexibilität!

Studie zur Investitionsbereitschaft in modulare Gebäudelösungen

Im Rahmen einer Umfrage der Unternehmensberatung Horváth & Partners unter Investitionsentscheidern im Immobiliensegment bewerteten die befragten Unternehmen den Einsatz von flexiblen Gebäudelösungen im Bereich Mikro- und Studentenwohnung zu über 90 % positiv. Das überrascht auch kaum, steigt doch in den Städten nicht nur seit Jahren die Anzahl der Singlehaushalte, sondern es studieren auch immer mehr Menschen im urbanen Raum. Vor dem Hintergrund von Kita-Ausbau und der allgemeinen Baufälligkeit kommunaler Gebäude, empfehlen Handwerker und Bauunternehmen die Hinwendung zum modularen Gebäudebau. Das sehen Immobilieninvestoren ähnlich und bewerten das Segment „Bildungsbauten“ derart zukunftsweisend, dass rund 90 % in den flexiblen Bau von Kitas und Schulen investieren würden. Mit knapp 80 % erhält aber auch der Gewerbeimmobilienbau noch gute Investitionsnoten und positioniert sich damit auf dem 3. Rang der attraktivsten Investitionsobjekte im Bereich modulares Bauen.

Handwerker empfehlen: Modularer Hausbau

 

Aktuelle Wirtschaftslage trägt zur Empfehlung des Handwerks bei

Wo Kunden auf den Handwerker bis zu acht Wochen warten, im Baugewerbe Verzögerungen bis zu zehn Wochen möglich sind und die Arbeitskapazität dauerhaft auf Vollauslastung steht, da pflichtet die Baubranche gerne der Handwerkerempfehlung für ein Plus im flexiblen Gebäudebau bei. Denn der modulare Gebäudebau verspricht dank Vorfertigung im Werk nicht nur eine günstige Produktion, sondern ist auch zeitnah realisier- und fertigstellbar. Damit hält der modulare Gebäudebau sowohl für Bauherren und Investoren als auch für das ausführende Handwerk bedeutende Vorteile bereit. Doch welchen Kriterien folgt der modulare Gebäudebau denn konkret?

Hauptkriterien für mehr Flexibilität im Gebäudebau

Sind Sie Bauherr und überlegen, ob Sie in die Flexibilisierung Ihres Bauprojekts investieren sollen, dann empfehlen Handwerk und Baubranche folgende Kriterien schon in die Planungsphase miteinfließen zu lassen:

Der Grundriss muss frei teilbar sein und möglichst ohne tragbare Innenwände auskommen.

Etwaige Zusatzlasten für zukünftige Nutzungsvarianten müssen schon bei der Planung berücksichtigt werden; auch wenn diese in der Erstversion noch nicht benötigt werden.

Die Geschosshöhen sollten so gewählt werden, dass möglichst vielfältige Nutzungskonzepte bequem aber auch sinnvoll darin Platz finden.

Die Gebäudehülle sollte von der Tragkonstruktion trennbar sein, um auch Fassaden austauschbar zu machen.

In einer Untersuchung zum Thema „Nachhaltig Bauen mit Beton“ konnte zudem belegt werden, dass modulares Bauen auch viel nachhaltiger ist, als herkömmliche Bauweisen. Da sowohl der Neubau als auch der spätere Umbau weitaus weniger Aufwand benötigen als es im Standardgebäudebau der Fall wäre. Bis zu 7 % weniger Energieaufwand sowie 21 % weniger CO2-Ausstoß und Bauschuttaufkommen sprechen hier für sich und untermauern die positive Empfehlung vom Handwerker auch in Bezug auf die Nachhaltigkeit noch einmal eindrücklich.

Fazit

Allein der Blick auf die Gewinnprognosen, die Investoren modularen Gebäudelösungen zusprechen, macht deutlich, dass die Zukunft des Bauens tatsächlich in der Flexibilisierung der Gebäudekonzepte liegt. Wenn zudem das Handwerk eine Empfehlung für mehr Flexibilität im Gebäudebau ausspricht, dann wird darin auch das Streben nach einer Optimierung von Zeit- und Arbeitseinsatz auf dem Bausektor erkennbar. Als Bauherr profitieren Sie hier doppelt: Denn Ihr Modulgebäude ist nicht nur in wenigen Wochen fertiggestellt und beziehbar, sondern verbraucht auch weitaus weniger Ressourcen als traditionelle Bauformen.

 

Autor: Texterstellung Fehrenbacher, Konstanz

 

Diese Beiträge könnten Sie auch interessieren:

Bauvertragsrecht 2018: Rosige Zeiten für Bauherren?

Wohnen in der Zukunft: Eine Nacht im Smart Home

Diese drei Hausbau-Trends 2017 dürfen Sie nicht verpassen!