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Schornsteinfeger

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Schornsteinfeger

Schornsteinfeger bringen Glück, so heißt es. Woher aber stammt der Glaube an den Glücksbringer Schornsteinfeger als einer unter vielen anderen Handwerksberufen? Ein möglicher Erklärungsansatz findet sich bereits im frühen Mittelalter. Damals, als viele Häuser noch strohgedeckte Dächer hatten und hohe Strafen verhängt wurden, wenn es zu einem Schornsteinbrand kam, freuten sich die Hausbesitzer über den Besuch des Schornsteinfegers und einen frisch gekehrten Kamin. Heute ist der Aufgabenbereich des Schornsteinfegers, Kaminfegers oder auch Kaminkehrers, wie er noch immer genannt wird, weit vielfältiger als damals. Das Putzen und Kehren der Kamine ist, seit der vermehrten Verbreitung von Gas- und Ölheizungen, zur Nebensache geworden. Das Aufgabengebiet des Schornsteinfegers umfasst in Deutschland unter anderem Immissionsschutz-Messungen von Heizungsanlagen und Feuerstätten, umweltschutzrechtliche Überprüfungen, die sogenannte Feuerstättenschau und das Ausstellen von Gutachten. Außerdem berät der Schornsteinfeger Kunden bezüglich Energie-Effizienz und Kostenersparnis beim Heizen.

Schornsteinfeger

Tätigkeiten des Schornsteinfegers

Neben der Reinigung und Überprüfung von Schornsteinen, Rauch- und Abgasanlagen sowie weiteren Feuerstätten wurde das Aufgabenfeld des Schornsteinfegers in den letzten Jahren immer vielfältiger. Die Reinigung der Schornsteine ist in Deutschland fast zur Nebensache geworden, seitdem immer mehr Haushalte mit Öl und Gas heizen. Eine wichtige Aufgabe des Schornsteinfegers, die in den letzten Jahren zunehmend an Bedeutung gewonnen hat, ist die Immissionsschutz-Messung von Öl- und Gasheizungen sowie Festbrennstofffeuerstätten wie bspw. Pelletheizungen. Neben Maßnahmen zur Vermeidung von Bränden führt der Schornsteinfeger auch Überprüfungen zur Einhaltung von bau- und umweltschutzrechtlichen Maßnahmen durch, erstellt Gutachten, vollzieht die Feuerstättenschau und berät in Themen zum Energieverbrauch, der Energieeffizienz und Kosteneinsparung. Der Alltag des Schornsteinfegers spielt sich primär vor Ort beim Kunden an Heizungs- und Lüftungsanlagen oder im Freien auf Dächern ab, seltener auch in Bürogebäuden.

Ausbildung zum Schornsteinfeger

Die Ausbildung zum Schornsteinfeger dauert in der Regel drei Jahre und findet parallele in der Berufsschule und einem geeigneten Ausbildungsbetrieb statt, dieser befindet sich meist im Kehrbezirk des Wohnortes oder in einem der angrenzenden Kehrbezirken. Inhalte wie Brandschutz, vorbeugende Maßnahmen und das Erkennen von baulichen Mängeln werden ebenso geschult wie das Handeln im Ernstfall beim Schornsteinbrand und der sichere Umgang mit Gefahrenstoffen wie Asbest. Schornsteinfeger betreiben aktiven Klimaschutz indem sie den Emissionsausstoß messen und die Energieeffizienz von Heizungsanlagen verbessern. Fundiertes Fachwissen bezüglich Treibhausgasen, Schadstoff-Ausstoß und Klimaschutz sind demnach ebenso wichtige Bestandteile der Ausbildung. Mit Abschluss der Gesellenprüfung, die aus einem schriftlichen und einem praktischen Teil inklusive Kundengespräch und richtigem Arbeitsauftrag besteht, erwirbt der Auszubildende den Titel des Schornsteinfegers. Im Anschluss kann eine Weiterbildung zum Schornsteinfegermeister oder zum Beispiel als Fachwirt oder Techniker im Bereich Umweltschutz oder Umwelttechnik angestrebt werden.

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